Stirbt der American Wolfdog aus?

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Dem Teilen und Verbreiten dieses Artikels im Ganzen stimme ich ausdrücklich zu. Wer Teile herauskopiert und diese teilt oder den Text oder Teile davon als sein Eigen ausgibt, verstößt gegen das Urheberrecht.
Des Weiteren übernehme ich keine Verantwortung für die Handlungen anderer Personen. Ich informiere über die Sachlage und teile das Ergebnis meiner Recherchen – nicht mehr und nicht weniger.

Update vom 4. April am Ende des Artikels.

Stirbt der American Wolfdog aus?

Wie bitte? Was? Die Einen werden nun lachen, die Anderen den Kopf schütteln und die Nächsten blicken einfach nur ungläubig drein. Aber die Frage ist durchaus ernst gemeint. Sehr ernst und absolut berechtigt.

Warum sollte der American Wolfdog aussterben? Es gibt doch genügend dieser Tiere, die Züchter haben immer wieder Würfe… Von Aussterben kann sicherlich keine Rede sein.

Ich sage: DOCH! Und warum ich das so sehe, erkläre ich in diesem Artikel.

Bevor es losgeht, noch ein paar mir wichtige Worte:

Vorab möchte ich nämlich noch etwas loswerden: Ich habe lange überlegt, ob ich meine Entdeckung öffentlich mitteilen soll oder sie nur im kleinen Kreis teile. Zu oft wurde ich in jüngster Vergangenheit Opfer von Verleumdungen, Beleidigungen, Schmähkritik, Intrigen und dergleichen. Auch in Mobbing, Ausgrenzung und Tatsachen verdrehen sind einige Leute besonders gut. Eine Meinung haben darf jeder, aber die Meinungsfreiheit hat ihre Grenzen dort, wo die Persönlichkeitsrechte eines anderen anfangen. Auch in den Sozialen Medien. Das ist kein rechtsfreier Raum und auch hier muss man für seine Taten Verantwortung übernehmen. Ich stehe für meine Rechte ein und das sollte aus meiner Sicht jeder.

Und nun zurück zum eigentlichen Artikelthema.

Die Beisetzung des American Wolfdog – ein Rassebegriff stirbt aus

Es ist unfassbar. Und doch ist es die bittere Wahrheit. Jeder, der bislang dachte, einen American Wolfdog zu besitzen, mich eingeschlossen, hat keinen American Wolfdog. Darf.Keinen.American.Wolfdog.Haben. Und das schon seit einigen Jahren.

„Hä?“, werden jetzt Einige denken. „Warum soll ich keinen American Wolfdog haben dürfen? Der American Wolfdog ist eine nicht FCI-anerkannte Hunderasse aus Nordamerika.“

Soweit ist das richtig. Aber: Jeder, der seinen Hund als „American Wolfdog“ bezeichnet, geht ein teures Risiko ein. Eine Abmahnung kann schon mal im drei- bis vierstelligen Bereich kosten, eine Klage noch einmal deutlich mehr. Und das kann jeden betreffen, der American Wolfdogs züchtet, verkauft, bewirbt, usw.

Warum ist das so?

Die Unionsmarke „American Wolfdog“ wurde am 20.11.2015 beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) beantragt und ist dort seit dem 08.03.2016 als eingetragene Marke unter der Nizzaklasse (Kategorie) 31 eingetragen, welche lebende Tiere und Hunde miteinbezieht. Die Markeninhaber sind Andrea Mazzoni, Monica Schuelein Iseppi und Paola Simona Tesio aus Italien. Eine Markenregistrierung in Kanada ist beantragt und derzeit noch in der Schwebe (siehe Screenshots am Schluss des Artikels). Auf deren Homepage www.americanwolfdog.club und ihrer Facebookseite @AmericanWolfdog weisen die Rechtehinhaber – teils mehrfach – darauf hin, dass American Wolfdog als Marke international registriert ist. Des Weiteren erwähnen sie, dass die Marke auch in den USA registriert sei. Hiervon konnte ich jedoch keine Eintragung finden.

Was bedeutet das nun?

Nachdem ich diese Info in unserer Projekt-Gruppe zur Diskussion gestellt habe, hat meine Projektpartnerin umgehend mit dem Anwalt vom Züchterbund Kontakt aufgenommen. Das Ergebnis: Das Thema ist laut seiner Aussage sehr ernst zu nehmen. Für jeden American Wolfdog Züchter hat das eine enorme Bedeutung, denn man darf seine Hunde nicht mehr „American Wolfdog“ nennen. Auch die deutschen Übersetzungen „Amerikanischer Wolf(s)hund“ und in andere Sprachen sind kritisch zu sehen und kann problematisch werden.

Meine Meinung? Ein starkes Stück! Da fällt man fast vom Glauben ab. Aber es ist tatsächlich so. Es ist verständlich, ein Projekt und dergleichen als Marke zu registrieren und daraus etwas zu erschaffen. Jedoch etwas bereits Etabliertes, nämlich den Namen einer ganze Hunderasse, für sich zu beanspruchen hat für mich einen faden Beigeschmack.

Ich kenne die Rechteinhaber nicht und möchte auch keine böswillige Absicht unterstellen in dem Sinne, dass sie vorhaben, rechtliche Schritte bei Verletzung ihres Markenrechts einzuleiten. Das weiß ich nicht und davon distanziere ich mich. Auch will ich den Markeninhabern mit diesem Artikel nicht schaden. Es ist mein Anliegen, alle Betroffenen davon in Kenntnis zu setzen und Lösungen anzubieten.

So wie ich es verstanden habe – aber ich bin kein Jurist -, sollten Züchter, Verkäufer, Werber, usw. zunächst und bis zur letztendlichen Klärung des Sachverhalts alle Bezeichnungen mit „American Wolfdog“ nebst Übersetzungen („Amerikanischer Wolfhund“) zum eigenen Schutz entfernen. Auch ein rückwirkendes Entfernen erscheint ratsam. Hier muss jeder selbst noch einmal in sich gehen und für sich entscheiden, in wie weit das jeweilige Risiko für einen selbst wiegt und welche Maßnahmen in Konsequenz veranlasst werden.

Was kann man tun?

Aus meiner Sicht gibt es drei Möglichkeiten:

Worst Case:

Die Markeneigentümer setzen ihr Recht durch und untersagen die Nutzung der Bezeichnung „American Wolfdog“ und seinen Übersetzungen. Dann braucht der AWD einen neuen Namen.

Best Case:

Die Markeneigentümer löschen die Marke, benennen sie um oder räumen ein allgemeines, kostenloses Nutzungsrecht ein. Die Registranden waren sich möglicherweise gar nicht darüber bewusst, dass sie den American Wolfdog Besitzern ihre Rasse wegnehmen.

Dritte Möglichkeit:

Die AWD-Szene arbeitet zusammen und geht gegen die Marke vor.

Im ersten Schritt könnte gegen die Registrierung in Kanada vorgegangen werden, welche noch nicht eingetragen, aber beantragt ist. Das beträfe aber folglich auch nur den kanadischen Rechtsraum.

Für die bereits eingetragene Unionsmarke wird eine Löschung beantragt. Hierfür kommt ein Antrag zur Nichtigkeitserklärung der Marke in Frage. Das ist bspw. möglich, wenn der Marke die Markenfähigkeit fehlt. Damit ist unter Anderem gemeint, dass sie sich unterscheiden muss. Z. B. kann eine bestimmte Apfelsorte in der Nizzaklasse Lebensmittel nicht mit dem Markennamen „Apple“ geschützt werden, wohl aber in der Nizzakategorie Technik (z. B.  Apple IPhone).

American Wolfdog ist ein gängiger Begriff – eine Hunderasse – aber alleine das reicht für eine Markenlöschung nicht aus. „Black Friday“ und „Döner“ (deutsche, gängige Bezeichnung für Kebab) sind Fälle, die belegen, dass gängige Begriffe durchaus mit einer Marke schützbar sind.

Geeigente Gründe für eine Löschung der Marke sind aus meiner Sicht:

Die geographische Herkunft kann zur Verwirrung führen. Die Unionsmarke wurde in Italien registriert, geographisch weist die Marke allerdings Amerika aus. Wenn es „Italian Wolfdog“ hieße, wäre es passender. Zum Beispiel darf man die „Münchner Weißwurst“ nur so nennen, wenn sie aus München kommt. Ansonsten muss es „Weißwurst nach Münchner Art“ heißen.

Ein weiterer und gewichtigerer Grund kann sein, dass die Rechteinhaber ihre Marke innerhalb einer Frist von fünf Jahren aktiv benutzen müssen, um einen Markenrechtsschutz zu erhalten. Ob die Rechteinhaber seit November 2015 aktiv Hunde züchten oder die Marke nur gehalten und eine Homepage betreiben wird, ist allein anhand der Informationen auf der Homepage nicht ersichtlich. Somit bleibt die Frage nach dem Rechtsschutz der Marke diesbezüglich offen. Die Fünfjahresfrist wäre bereits abgelaufen.

Welche weiteren Gründe für eine Nichtigkeit der Marke sprechen und im entsprechenden Antrag aufgenommen werden können, muss noch erhoben werden.

Ein „Antrag auf Erklärung der Nichtigkeit einer Unionsmarke“ beim EUIPO ist mit Kosten in Höhe von 630 € verbunden.

Und jetzt?

Bis heute sind mir keine Fälle bekannt bei denen die Markeninhaber Schritte gegen Verletzungen ihres Markenrechts unternommen haben, doch das kann sich ändern. Jederzeit können sie Nutzer des Namens kostenpflichtig abmahnen, eine Unterlassungsklage einreichen oder sogar Schadenersatz fordern. Dazu haben sie sich das Recht gesichert. Die Unionsmarke „American Wolfdog“ ist bereits seit 2015 registriert – und führt folglich auch von heute an gesehen rückwirkend zu Ansprüchen der Rechteinhaber. Die Anerkennung als Marke in Kanada ist noch in der Schwebe, doch auch da bestünde ab Eintragung ein möglicher Anspruch auf Markenschutz. Der Antrag ist bereits im Dezember 2020 erfogt. Folglich kann mit einer Eintragung als Marke durch das kanadische Markenamt jederzeit gerechnet werden.

Ich betone an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich, dass ich mit dieser Veröffentlichung den Markeninhabern nicht schaden möchte. Doch finde ich es wichtig, Betroffene darüber zu informieren, welches Risiko mit der Führung einer fremden Marke einhergehen kann. Tatsächlich gehe ich davon aus, dass die Inhaber der Marke schlicht ihr Projekt schützen wollen, so wie ich mit dem „Sylvan Companion Dog“ eben auch. Und dass den Rechteinhabern dabei nicht bewusst ist, dass sie eine ganze Rasse für sich beanspruchen, den Amerikanischen Wolfhund. Wenn dies so ist, wird sich sicherlich schnell und einfach eine einvernehmliche Lösung für alle finden lassen. Sollte es anders sein, so wird sich das zeigen. Es wird sich auch zeigen, ob die Wolfhundszene es schafft, im gemeinsamen Interesse an einem Strang zu ziehen.

Es müsste sich, sollte man die dritte Möglichkeit in Erwägung ziehen, also jemanden finden, der das Antragsverfahren im Namen der Szene durchläuft. Mein Anliegen ist zu informieren und aufzuklären.

Zum Schluss

An dieser Stelle distanziere ich mich ausdrücklich von folgenden Vorgehensweisen gegen die Rechteinhaber der Marke „American Wolfdog“:

  • perönliche Angriffe und Schmähungen
  • falsche Tatsachenbehauptungen und Rufschädigungen
  • „Shitstorms“
  • alles was geeignet ist, einen sachlichen und zielführenden Dialog zu führen

Ich rufe dazu auf, den jetzt gewonnen Erkenntnissen mit Besonnenheit und Vernunft zu begegnen. Handelt nicht unüberlegt und vor allem attackiert die Rechteinhaber nicht! Respektiert die derzeitige Sachlage und geht sachlich damit um. Lasst uns eine einvernehmliche Lösung für alle finden. Danke für eure Aufmerksamkeit.

Update

Gestern, am 4. April kontaktierte meine Projektpartnerin Kersti Ström die Markeninhaber. Ergebnis: Sie bestehen auf ihr Markenrecht. Man darf Welpen und Würfe (und wohl auch AWHs, die ab Markeneintragung geboren wurden) nicht als American Wolfdog bezeichnen. Der Worst Case tritt also ein. Also braucht der Amerikanische Wolfhund einen neuen Namen. Oder man zieht die dritte Möglichkeit in Erwägung: Die AWH-Szene arbeitet zusammen und stellt einen Nichtigkeitsantrag gegen die Marke.

Wichtige Quellen und Links: Bitte überzeugt euch selbst!

https://www3.wipo.int/branddb/en/

https://euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/contentPdfs/forms_filings/all_downloadable_forms/invalidity_ctm_note_de.pdf

https://www.gesetze-im-internet.de/markeng/

https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/what-can-be-an-eu-trade-mark

https://euipo.europa.eu/ohimportal/de/eu-trade-mark-legal-texts

https://euipo.europa.eu/tunnel-web/secure/webdav/guest/document_library/contentPdfs/forms_filings/all_downloadable_forms/invalidity_ctm_note_de.pdf

Text © Susanne Galla

Danke an meine Projektpartner für ihre Unterstützung: Lina Hahn, Nicole Rottmair, Kersti Ström, Kim Aronsson, Melina Leopold, Ralf Recktenwald, Sandra Mier

Auszug aus der Internationalen Markenrecherche www3.wipo.int/branddb/en
„American Wolfdog“ ist als Unionsmarke in der EU geschützt.

Fake-Studien: Darf man jeder Studie trauen?

Der Studien-Alltag

Fake-Studien? Das gibt’s doch nicht.  Alltäglich verlassen wir uns auf allerlei Produkte – geprüft nach wissenschaftlichen Standards versteht sich. Am Besten noch mit Gütesiegel. Der Verbraucher will schließlich etwas haben für seine Investitionen – für sein sauer verdientes Geld. In der sozialen Marktwirtschaft ist der Wettbewerb riesig. Und meist werden Produkte entwickelt auf Grundlage von Studien – in jeder Hinsicht. Natürlich wird auch im Haustierbereich viel geforscht und untersucht.

Hunde gehören zu unserer Familie. Natürlich wollen wir nur das Beste für sie. Darüber weiß auch die Marktwirtschaft. Aus diesem Grund werden täglich neue Produkte für unsere vierbeinigen Freunde beworben und vielfach auch mit Studien belegt. Sei es ein neuer Zeckenschutz oder ein ganz neu entwickeltes Hundefutter, ergonomische Hundebetten, Brustgeschirre oder Erziehungsmethoden usw. All diese Produkte sollen uns Glauben machen, unseren Hunden aber auch uns das Leben so gesund, so angenehm, so artgerecht wie möglich zu gestalten – mit Studien belegt, versteht sich. Doch ist es wirklich stets das Beste? Oder lassen wir uns möglicherweise oftmals täuschen? Geht es darum, unser Leben und das unserer Mitgeschöpfe zu verbessern und gesund zu halten? Oder profitiert jemand anderes davon mehr, wenn er uns etwas vorgaukelt?

Alles Fake? Täuschung durch die Worte „Studie“, „Forschung“ und „Wissenschaft“

Wir Menschen setzen unser Vertrauen in die wissenschaftliche Forschung. In unserem Alltag berufen wir uns oft auf „die Wissenschaft“ wenn wir ein Argument untermauern wollen. Solche Aussagen, wie „Studien belegen, dass“  oder „XY wurde erforscht und Wissenschaftler haben herausgefunden, dass“ usw. stützen unser Vertrauen  in ebendiese Studien, in ebendiese Wissenschaftler. Wir vertrauen der Forschung. Wir erleben Fortschritt. Und das ist auch gut so. Wie sonst soll Fortschritt entstehen? Ohne wissenschaftliche Forschung würden wir auf der Stelle stehen oder uns gar rückentwickeln.

Wir sind Menschen. Wir streben nach mehr. Das liegt in unserer Natur. Wir entwickeln uns.

Doch was passiert, wenn aus diesem Streben nach mehr ein Geschäftsmodell geworden ist? Ein Geschäftsmodell in der Forschung, in dem in Zeiten des Kapitalismus Quantität statt Qualität zählt?

Das kann nicht sein? Forschung ist doch unabhängig? Denkste!

Raubtierverlage und das Geschäft mit der Pseudowissenschaft: Fake-Studien sind weit verbreitet

So genannte Raubtierverlage (Predatory Publishers) sprießen seit ca. zehn Jahren wie Pilze aus dem Boden und verwässern die Forschung. Die Qualität leidet. Und das hat Konsequenzen.

Doch was passiert, wenn wissenschaftliche Gütekriterien nicht eingehalten und Peer Review zum Kasperltheater wird oder gar nicht stattfindet? Wenn eine Überprüfung der Studien ausbleibt, diese Studien aber dennoch veröffentlicht werden, sobald die Kosten für die Veröffentlichung bezahlt wurden? Was hat das für Folgen?

Der Journalist Peter Onneken zeigt in seinem Enthüllungsvideo, wie erschreckend einfach es für Jedermann sein kann, sich in den Hof der Wissenschaft zu begeben und sich eine Reputation als Wissenschaftler zu erschleichen.

Noch einmal: Da wird sich mit falscher Wissenschaft der Zugang zu unser aller Vertrauen erkauft. Was haben diese Studien mit echter Wissenschaft zu tun? Und viel wichtiger: Welche Konsequenzen zieht das nach sich? Was bedeuten solche Studien für unseren Fortschritt? Für unsere Umwelt? Für unsere Gesundheit?

Ich persönlich finde diese Entwicklung höchst bedenklich. Studien, die gar keine sein dürften, werden ohne echte Überprüfung publiziert. Viel schlimmer noch. Sie werden zitiert und könnten für neue wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage hergenommen werden. Doch das ist Fake! Das ist unseriös! Das ist keine Wissenschaft! In meinen Augen ist das kriminell. Und im Gesundheitssektor kann das gar tödlich enden. Ich möchte hier auch nicht alle möglichen Szenarien aufstellen und Beispiele lassen sich genügend finden. Das Weiterdenken ist an dieser Stelle ausdrücklich erwünscht.

Aufdeckung von Fake-Studien und deren Autoren: Eine Hilfestellung

Für  Nicht-Wissenschaftler ist es nicht gerade einfach, eine echte Studie von einer Fake-Studie zu unterscheiden. Doch es gibt unter anderem Beall’s Liste von Raubtierverlagen. Diese Liste bietet einen guten Anhaltspunkt für unseriöse Veröffentlichungen in der Forschung. Studien, die von Verlagen auf dieser Liste veröffentlicht wurden, sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Natürlich mag es immer auch Ausnahmen hiervon geben. Sicherlich findet man echte Studien von Verlagen auf Beall’s Liste und sicherlich mag es Gründe dafür geben, weshalb man nicht den steinigen, üblichen Weg gegangen ist, sondern sich die Veröffentlichung erkauft hat. Doch trotz allem ist dies ein bitterer Beigeschmack und lässt an der Seriosität zweifeln.

Fazit

Das Vertrauen in die wissenschaftliche Forschung wird durch diese Fake-Studien geschwächt. Wir wiegen uns in falscher Sicherheit. Und diese Schein-Sicherheit kann fatale Folgen haben. Im Schlimmsten Fall stehen wir mit Leib und Leben dafür gerade. Deswegen sollten wir unser Vertrauen nicht blind in irgendwelche Studien oder hochtrabende Namen setzen, sondern unser Hirn anschalten – deswegen ist es schließlich da – und hinterfragen, überprüfen, sich auseinandersetzen. Ja, das mag aufwändig sein, das mag unbequem sein. Doch der Preis, den man möglicherweise für Bequemlichkeit oder Unwissenheit bezahlen muss, ist sehr wahrscheinlich der Höhere. Und am Schlimmsten trifft es diejenigen, für die wir verantwortlich sind. Seien es Kinder, körperlich oder geistig eingeschränkte Menschen, alte Menschen, Haustiere, aber auch alle anderen auf unserer gemeinsamen Heimat Erde Wohnenden.

Weiterführende Links

Raubtierverlage (Predatory Publishers)

Planet Wissen-Raubtierverlage

Springer-Link – Über Raubtierverlage und Linksammlung

© Susanne Galla

Straubing begeistert: Traditionell. Innovativ. Attraktiv.

Straubing – meine geliebte Heimatstadt

Als gebürtige Straubingerin fühle ich mich meiner Heimatstadt ganz besonders verbunden. Egal wo es mich hinverschlagen hat, Straubing war und ist immer in meinem Herzen.

Jetzt wohne ich mit meiner Familie in Neukirchen – unweit von Straubing natürlich. Und ich liebe es hier sehr. Ein wunderschönes Fleckerl zum Leben. Dort betreiben wir auch unsere Hundezucht Sylvan Spirit.

Lange Rede, kurzer Sinn: Im folgenden Text möchte ich euch meine Heimatstadt Straubing vorstellen. Vielleicht ist sie euch einen Besuch wert 🙂 Für mich ist es die tollste Stadt.

Straubing

Straubing begeistert: Traditionell. Innovativ. Attraktiv.

Entdecken Sie Straubings Schönheit. Erfahren Sie bayrisches Lebensgefühl und lassen Sie sich bezaubern vom Charme der ehrwürdigen Herzogstadt.

Straubing ist vielseitig.

Die größte Stadt im Herzen des Gäubodens ist perfekt gelegen und bietet vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in der Region. Das Tor zum Bayrischen Wald liegt direkt vor der Haustür und zieht Wanderfreunde sowie Wintersportbegeisterte an. Die Nähe zum Donaustrom lädt ein zum Spazieren auf den Deichen und Genießen der einzigartigen Atmosphäre, die das Donautal bietet. Der Donaupanoramaweg ist sowohl bei Besuchern als auch bei Einheimischen ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Wer es etwas gemütlicher mag, darf sich im Hafen auf eine Donauschifffahrt freuen.

Straubing ist traditionell.

Jedes Jahr im August, wenn die fünfte Jahreszeit eingeläutet wird, strömen über eine Million Besucher zum Gäubodenvolksfest. Im „Trumm vom Paradies“ wird Brauchtum und Tradition gepflegt. Die Festwirte verwöhnen ihre Gäste mit feinsten Schmankerln der bayrischen Küche und dem eigens dafür gebrauten Bier. Die Ostbayernschau mit ihren zahlreichen Ausstellern ist jedes Jahr ein Besuchermagnet.

Straubing ist geschichtsträchtig.

Historisch Interessierten ist eine Führung auf den Stadtturm, dem Wahrzeichen Straubings inmitten des Stadtplatzes, sehr zu empfehlen. Ein weiteres Schmuckstück ist der altehrwürdige Friedhof St. Peter in der Altstadt. Die aus dem 18. Jahrhundert entstandene Friedhofsbefestigung sorgt mit seiner romanischen Kirche, den drei Kapellen und unzähligen schmiedeeisernen Kreuzen für eine atemberaubende Stimmung. Besonders bekannt ist die Herzogstadt auch für ihre Agnes-Bernauer-Festspiele, die alle vier Jahre im Herzogschloss stattfinden sowie den im Gäubodenmuseum ausgestellten Römerschatz.

Straubing ist grün.

Im international aktiven Kompetenzzentrum, dem Innovationsstandpunkt der Wissenschaftsstadt, wird im Bereich Nachwachsender Rohstoffe und Erneuerbarer Energien geforscht. Im jüngst eingerichteten Hochschulcampus der Universitätsstadt können Studiengänge in den Fachgebieten Biotechnologie und Nachhaltigkeit absolviert werden.

Straubing ist aufregend.

In der Gäubodenmetropole ist immer etwas geboten. Für das leibliche Wohl sorgen eine Vielzahl an Restaurants traditioneller und internationaler Küche, Cafés und Eisdielen sowie dem Gastronomieevent „Dinner in the Dark“. Nachtschwärmer erfreuen sich an der hohen Kneipendichte und den Themendiscotheken. Attraktive Geschäfte in der Fußgängerzone bieten ein einzigartiges Shoppingerlebnis. Ein Familienabenteuer bietet der Straubinger Tierpark, der außerdem ein Steinzeithaus und das Danubium beherbergt. Sportbegeisterte Besucher zieht es zur Trabrennbahn oder ins Eisstadion am Pulverturm, wo die hiesige Eishockeymannschaft „Straubing Tigers“ auf DEL-Niveau für spannende Momente sorgt. Erfrischende Abkühlung gerade in heißen Sommertagen bietet das Erlebnisbad Aquatherm. Naturfreunde besuchen die Badeweiher bei Parkstetten oder den Friedenhainsee mit seiner weltweit längsten Wasserski- und Wakeboardseilbahn.

Straubing begeistert. Straubing verbindet.

© Susanne Galla, 2018